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  • Jürgen Petersen

Bahnprojekt Hamburg/Bremen–Hannover

Die Diskussionen um die Trassenführung im Rahmen der Alpha-E-Lösung sind noch nicht beendet. Aktuell ist es noch nicht sicher, wo zum Beispiel im Großbereich Lüneburg und Deutsch Evern nun genau die Schienen gelegt werden sollen.

Die Optionen reichen von parallel zur A7 durch die Heide bis hin zu "quer durch die Dörfer". Derzeit soll es laut Bahn eine "Grundlagenermittlung" geben. In diesem Rahmen wird dann auch über die Dreigleisigkeit der Strecke Lüneburg-Uelzen und entsprechenden Alternativen nachgedacht. Hier ist noch vieles in der Schwebe und sorgt natürlich auch für Verunsicherung. Verbindlichkeit wird von vielen Betroffenen und ihren Vertrerinnen und Vertretern gefordert, die Bahn scheint aber hier noch nicht so weit zu sein.

Transparenz

Die DB zeigt sich aber insgesamt ausgesprochen transparent, wenn es um die Berichterstattung der Planungssituation geht: Wer aktuelle Informationen zum Status Quo sucht, findet sie nun unter https://www.hamburg-bremen-hannover.de


Der neue Titel "Bahnprojekt Hamburg/Bremen–Hannover" (HHBH) ist nun statt dem kantigen "Schienenbauprojekt optimiertes Alpha-E + Bremen“ im Einsatz.

Das Projekt ist nun im vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans verankert. Der offizielle Maßnahmentitel gem. BSWAG (lfd. Nr. 3) lautet: ABS/NBS Hamburg–Hannover, ABS Langwedel–Uelzen, Rotenburg–Verden- Minden/Wunstorf, BremerhavenBremen-Langwedel (Optimiertes Alpha E + Bremen)


Wo stehen wir in der Planung und Umsetzung nun genau?

Auf der letzten zentralen Informationsveranstaltung am 4. Februar 2019 in Hannover wurde gezeigt, wo welcher Bereich in der Plaung steht. Wichtig ist es aber zu verstehen, dass das Projekt zwar als Ganzes gedacht und auch nur so seine Wirkung entfallten kann, es aber in einzelne Teilbereiche für die genaue Planung und anschließende Umsetzung aufgeteilt werden muss. So ist man sich im oben angesprochenen Bereich Lüneburg-Uelzen noch nicht bezüglich der Trassenführung sicher, während für die "Ausbaustrecke (ABS) Rotenburg–Verden" bereits eine Vorplanung steht.

Unter einer "Vorplanung" versteht die Bahn die Projekt- und Planungsvorbereitung mit den Variantenuntersuchungen, den Vorverhandlungen mit Behörden über Genehmigungsfähigkeit und Kostenbeteiligung, aber auch die Beschaffung notwendiger Unterlagen und die Erstellung einer Kostenschätzung. Das Erarbeiten eines Planungskonzeptes und einer Vorzugsvariante vervollständigen dann die "Vorplanung". Diese wird im Anschluss wieder der Öffentlichkeit gezeigt.

Wie eine solche Vorplanung genauer aussehen kann, zeigt die DB in Form einer Präsentation zur Ausbaustrecke Rotenburg-Verden.


Die Kritik aus dem Publikum lies aber auch nicht lange auf sich warten: Viele schöne bunte Bilder und sogar eine 3D-Animation können schnell über die eigentlichen Probleme an der Strecke in Bezug auf Lärmschutz und anderen wichtigen Themen hinwegtäuschen.


Und unsere Heidebahn?

Wie in den letzten Beiträgen bereits berichtet, ist eine Trassenführung durch Holm-Seppensen, also von Buchholz direkt nach Soltau und dann weiter, nicht mehr Bestandteil des Großprojekts.

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©2019 by Förderverein Güterzugfreies Holm-Seppensen e.V. [Jürgen Petersen]